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0151

Achenar

Hengists Aufstieg

Im Jahr 3233 bestieg Hengist Duval den Thron. Seine Krönung, die im gesamten Imperium übertragen wurde, erweckte den Anschein eines friedlichen Machtwechsels. In den letzten Jahren von Heskeths Herrschaft hatte der Imperiale Senat merkbar an Macht gewonnen. Das erste Jahrzehnt unter Hengists Herrschaft war angespannt, während der neue imperator sich bemühte, seine Macht zu konsolidieren und seinen Hof mit Individuen zu füllen, die ihm prsönlich treu ergeben waren.


0152

Beta Hydri

Innitus Ermordung

Im Jahr 3251 verursachte die Publikation des Buches "Die Thargoiden: Fakt und Fiktion" von Dr. Joreb Innitu von der Abteilung für Außerirdische Studien des Ghandi-Instituts auf Wiccas Welt (Alioth) Spannungen zwischen der Allianz und den anderen politischen Mächten. Er wurde auf dem Rückweg von einer Wissenschaftlichen Konferenz im System Beta Hydri überfallen und ermordet.


0153

Tiliala

Bürgerkrieg

Im Jahr 3251 brach im System Tiliala ein Bürgerkrieg aus. Augustus Checkin, Diktator und Anführer der Demokratischen Friedensparti Walhallas, wurde von der Walhalla-Befreiungsfront bedroht. Sympatisanten der Regierungspartei setzten ein Kopfgeld auf den Anführer der Walhalla-Befreiungsarmee (der bewaffnete Flügel der WBF), Dentara Rast, aus. Über die nächsten paar Monate legte sich der Konflikt nach und nach wieder und näherte sich einer diplomatischen Lösung an. Doch dann wurden andere Mitglieder der WBA ermordet. In Reaktion darauf scgwor Dentara Rast auf mehreren Holo-Videokanälen Rache. Die zufällige Entdeckung von Tantal (ein seltenes und wervolles Metall auf dem Planeten erweckte das Interesse des Imperiums an der Situation. Eine verdeckte Flotte imperialer Schiffe wurde von der örtlichen Polizei entdeckt, die einen Hilferuf an die Föderation schickte. Eine föderale Kampftruppe wurde entsendet


0154

Tiliala

Dentara Rasts Ermordung

Gegen Ende des Jahres 3251 löste die Ermordung Dentara Rasts eine Reihe destabilisierender Ereignisse aus, die im Jahr 3262 in einem interstellaren Stellvertreterkrieg mündeten. Sowohl imperiale Agenten als auch der föderale Nachrichtendienst wurden für Rasts Tod verantwortlich gemacht. Die Absage der Wahlen und das Fehlen eines klaren Schuldigen stellten das System Tiliala, wo einst Friede und Wohlstand geherrscht hatten, auf den Kopf. Weder die Föderation noch das Imperium wollten sich die wertvollen Metalle entgehen lassen. Öffentlich behauptete die Föderation, "die Regierung und damit die Stabilität" zu unterstützen, während das Imperium davon sprach, bei der "Befreiung eines unterdrückten Volkes" zu helfen.


0155

Facece

Kanzler Blaine

Im Jahr 3283 wurde Anders Blaine, Senator von Facece, heimlich nach Achenar eingeladen. Es wurde offensichtlich, dass Hengist Duval das Interesse an der Politik verloren hatte. Blaine wurde durch einen Erlass des Imperators zum Kanzler ernannt.


0156

Sorbago

Sorbago-Sklavenrebellion

Im Jahr 3300 brach im System Sorbago eine Sklavenrebellion aus. Als Reaktion entsandte Senatorin Zemina Torval zwei Interruptoren der Großschiffklasse zur "Wahrung des Friedens" und bot allen, die sie unterstützten, großzügige Belohnungen an.


0157

Durius

Durius wird Zahlungsunfähig

Im Dezember 3300 geriet das verarmte System Durius bei der Tilgung eines Kredits, der ihm vom imperialen Senator Denton Patreus gewährt worden war, in Verzug. Verhandlungen mit Gouverneur Malachai blieben ergebnislos und der Krieg wurde erklärt. Obwohl seine Chancen verheerend standen, verteidigte sich das System Durius tapfer. Trotz der verzweifelten Gegenwehr war Senator Patreus letzten Endes siegreich. Im Folgenden wurde das System Durius dem Imperium eingegliedert.


0158

Furbaide

Volungu-Braunfäule

Im Februar 3301 gab es Berichte, dass sich in den Systemen Liaedin, LHS 3505 und Furbaide eine Krankheit, die als Volungu-Braunfäule bekannt wurde, ungehindert ausbreitete, trotz der tapferen Bemühungen des medizinischen Personals vor Ort. Innerhalb von nur 24 Stunden forderte die Krankheit Hunderte Todesopfer. Ein medizinisches Notfallteam wurde nach Effinger Port im System Furbaide geschickt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Zusammen mit Dutzenden anderer, gut ausgebildeter Ärzte und Ärztinnen kam Aisling Duval nach Effinger Port, um ihre Hilfe anzubieten. Trotz dieses Eingreifens stieg die Anzahl der Toten in nur wenigen Tagen in die Tausende. Bis zum Ende des Monats wurde die Ausbreitung der Braunfäule eingedämmt, nachdem das Pathogen von Aisling Duvals Team identifiziert wurde. Als das Heilmittel schließlich unter der Bevölkerung verteilt wurde, hatten bereits 3.505 Menschen ihr Leben gelassen.


0159

Achenar

Die Linie der Duvals

Die Linie der Duvals
Marlin Duval
Henson Duval (2320-2402)
Saik Duval (2402-2483)
Trasken Duval I (2483-2541)
Hennick Duval (2541-2604)
Lucius Duval (2604-2684)
Anders Duval (2684-2739)
Hender Duval (2739-2799)
Trasken Duval II (2799-2858)
Trasken Duval III (2858-2943)
Olban Hensard Duval (2943-2991)
Gaylen Trasken Duval (2991-3061)
Atticus Obellan Duval (3061-3132)
Hender Saik Duval (3132-3182)
Hesketh Duval (3182-3233)
Hengist Duval (3233-3301)
Arrisa Lavigny Duval (3301 bis heute)


0160

Achenar

Imperialer Palast

Touristen, denen es gelingt, alle Dokumente zusammenzusammeln, die für einen Besuch im System Achenar erforderlich sind, kommen in Scharen, um den imperialen Palast auf Capitol zu sehen. Es ist ein riesiges Bauwerk, konstruiert aus einem pinkfarbenen, glasähnlichen Material, das in der Sonne schimmert und nachts die tagsüber aufgenommene Energie durch Glühen wieder abstrahlt. Besucher von außerhalb werden von den Bediensteten des Palastes wilkommen geheißen, die mit subtiler, pro-imperialistischer Propaganda versuchen, den Ruf der Föderation zu untergraben. Ein solcher Willkommensgruß wird Personen mit föderalem Akzent außerhalb der Mauern des Palastes nicht zuteil. Stattdessen begegnet man ijnen mit Verachtung, es sei denn, man kann ihnen Geld abknöpfen. Der Akzent des Imperiums entstand aus den Versuchen der Achenarier sich über die in der Föderation gebrauchte Standardaussprache lustig zu machen, indem sie bestimmte Vokale besonderst betonen. Für ausländische Ohren höhrt sich ihre Aussprache ziehmlich quengelig an.


0161

Sol

Föderaler Kongress

Im Föderalen Kongress sitzen 500 Abgeordnete. Der Kongress tagt im Dorf Olympus auf dem Mars - dorthin war er zu Beginn des letzten Jahrtausends von Washington DC aus umgezogen.
Die Abgeordneten werden für eine achtjährige Amtszeit gewählt, wobei nach vier Jahren ein "Misstrauensvotum" durchgeführt wird. Ist das Misstrauensvotum Erfolgreich, werden vollständige Neuwahlen abgehalten. Weder die Kongressabgeordneten noch der Präsident können für mehrere aufeinanderfolgende Amtszeiten im Amt bleiben.
Jedes System der Föderation hat eine Vertretung im Kongress, aber in der Regel repräsentiert ein Kongressabgeordneter mehrere Systeme (z.B. Sol) haben mehr als einen Repräsentanten im Kongress, was lose auf ihrer historischen Einwohnerzahl beruht. Das schnelle Befölkerungswachstum in den äußeren Systemen führt dazu, dass diese im Kongress unterrepräsentiert sind. Es gibt häufige Debatten über die Schaffung neuer Abgeordnetenplätze zur Korrektur dieses Ungleichgewichtes. Doch den verschiedenen Machtblöcken ist bewusst, dass sich hierdurch das Machtgefüge zugunsten der Zentralen Systeme verschieben würde. Es verlieren gerade jene an Macht, in deren Händen die Abstimmung liegt. Die meisten Leute sind sich einig darüber, dass eine solche Veränderung in absehbarer Zeit eher unwahrscheinlich ist.


0162

Sol

Föderale Verfassung

Die Gestze der Föderation beruhen auf einer allgemeine akzeptierten Verfassung. Die Bürger haben bestimmte Rechte und Freiheiten, die von dieser Verfassung geschützt werden. Es gibt auch eine Menge Verbote - von Sklaverei über Klontechnologie bis hin zu bestimmten Rauschmitteln. Die Gesetze der einzelnen "Staaten" legen weitere Beschränkungen fest, mal strikter, mal weniger streng. In einigen Systemen sind Dinge wie z.B. Bordkanonen auf Schiffen, persönliche Waffen, leichte Drogen oder Alkohol verboten. 

Das föderale Gesetz wird von der Regierung auf dem Mars kontrolliert. 

Allein die Größe der Föderation macht es schwer, Änderungen an diesem Gesetz zu bewirken.


0163

Arexack

Kum-Byar-Kirche

Die Kum-Byar-Kirche ist eine fanatische Glaubensrichtung im System Arexack. Über hundert Jahre lang tobte ein Bürgerkrieg zwischen zwei Sekten der Kirche, bis im Jahr 3261 ein fragiler Waffenstillstand ausgerufen wurde. Zu den Glaubenspraktiken der Kirche gehören Sparsamkeit und die Entfernung sämtlicher Körperbehaarung.


0164

Aymiay

Revidierte Katholische Mission

Die Revidierte Katholische Mission hat ihren Sitz an einer Universität in Aymiay und zwei weitere Niederlassungen auf dem Mars und im System Beta Hydri. Sie erwuchs aus einer der wenigen älteren Religionen und versucht, ihre Glaubenslehren zu modernisieren, um den Charakter einer sich wandelnden, interstellaren Gesellschaft wiederzuspiegeln. Die alten religiösen Werte, die in Zeiten vor der Raumfahrt auf der Erde gegolten hatten, konnten den wissenschaftlichen Fortschritten des 3. und 4. Milleniums nicht standhalten. Die "Revidierte Mission" machte sich ein breiter gefächertes Wertesystem zu eigen, das in der gesamten interstellaren Menschengesellschaft verbreitet werden konnte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf moralischer Lebensführung, Bußfertigkeit und dem Bedürfnis, sich einen Platz im Himmel zu verdienen.


0165

Sol

Frühgeschichte

Die Erforschung des Weltalls begann für die Menschheit zögerlich und in kleinen Schritten. In der ersten Hälfte des 21.Jahrhunderts kam es zur ersten bemannten Raumfahrt jenseits des Mondes, doch erst massives Bevölkerungswachstum und Wirtschaftliche Probleme beflügelten das kommerzielle Engagement genug, um Kolonien jenseits der Erde zu gründen.
Der Dritte Weltkrieg verpasste diesem Forschungsaufwand wieder einen Dämpfer, sodass erst zum ende des 21.Jahrhunderts dauerhafte Kolonien auf dem Mond und dem Mars realisierbar wurden.
Nach dem Krieg waren die "Vereinigten Staaten der Amerikas" die dominante Supermacht. Nachdem ihr im Verlauf der nächsten Jahrzehnte die übrigen, noch verbleibenden Länder beigetreten waren, wurden sie zunächst in die "Föderation der Vereinigten Staaten" und dann in die "Föderation" umbenannt, ein implizierter Verweis auf eine der Vorkriegsmächte, bei der es sich um einen Staatenblock gehandelt hatte. Die Föderation hatte eine Verfassung und Gesetze, die von den Vorgängermächten abgeleitet, jedoch deutlich vereinfacht waren.


0166

Tau Ceti

Früher Hyperraum

Im 22.Jahrhundert nahmen die ersten Pionierprojekte Gestalt an. Die Entdeckung einer anwendbaren Hyperraumtheorie und die Entwicklung des ersten "Überlichtgeschwindigkeits"-Antriebs, der noch unzuverlässig, ineffizient und langsam war (verglichen mit jenen, die wir im Jahre 3300 gewohnt sind), eröffnete neue Möglichkeiten für Erkundung und Besiedelung des Weltraums. Für Wissenschaft und Technologie eröffneten sich neue Horizonte, angeheizt durch die ersten detaillierten Nachrichten und Systemscyns, die von einer interstellaren Sonde, die Jahre zuvor ins System Tau Ceti geschickt worden war, zurück an die Erde gesendet wurden. Großkonzerne leisteten sich nun ein reglrechtes Rennen um den Sternen, in dessen Verlauf große kommerzielle Kolonieprojekte gegründet, finanziert, konstruiert und auf den Weg gebracht wurden; zusammen mit Hunderten unbemannter Sonden, die in alle nahe gelegenen Systeme geschickt wurden.


0167

Tau Ceti

Erste Interstellare Kolonie

Tau Ceti war die erste Kolonie, die außerhalb des Sonnensystems gegründet wurde. Tau Ceti 32 (heute Taylor-Kolonie genannt) galt schon lange als bewohnbarer Planet, auf dem bereits Leben existierte (da anhand von Absorptionsspektren in seiner Atmosphäre freier Sauerstoff gefunden wurde). Beobachtung und Sondendaten bestätigten dies noch einmal. Bis zum Jahr 2159 war die Siedlung weitgehend autark geworden und konnte eine zivile Verwaltung wählen.


0168

Delta Pavonis

Frühe Kolonien

Weitere Kolonien folgten kurz darauf. Delta Pavonis, Beta Hydri und Altair wurden zwischen 2190 und 2230 erforscht und besiedelt. Es folgte eine unkontrollierte Expansion, während der Konzerne und alle möglichen privaten Gruppen zu den Sternen aufbrachen. Es kam eine "Goldrauschstimmung wie im Wilden Westen" auf, als Berichte von ausgedehnten neuen Landstrichen, unermesslichem Reichtum, riesigen dinosaurierartigen Kreaturen und heldenhaften Taten die Erde erreichten. Die dem Prozess innewohnende Romantik weckte in vielen den Wunsch, den Heimatplaneten zu verlassen.


0169

Tau Ceti

Umweltsünden

Die Frage nach dem Umgang mit außerirdischem Leben erlangte eine neue Bedeutung, als die ersten Menschen Tau Ceti 3 betraten. Die junge Kolonie fand sich in einem Kampf ums Überleben wieder, in dem sie sich an eine harsche Umgebung anpassen musste. Das Leben der Kolonisten selbst hatte Vorrang vor dem Leben indigener Lebensformen. Die einheimischen Lebensformen litten außerdem, da sie den von der Erde importierten, aggressiven Lebensformen unterlegen waren - sowohl absichtlich importierten (Haustiere, Nutzpflanzen) als auch unabsichtlich importierten (Krankheiten etc.). Diese kompromisslose "Überlebenskünstler"-Einstellung änderte sich auch nicht, als das Leben leichter wurde. Die Kolonisten, angeführt von John Taylor, sahen die Umwelt als etwas an, das dazu da war, beherrscht zu werden. Nachdem automatisierte Landwirtschaftssysteme in Betrieb genommen wurden, wurde die Jagd - zuvor eine Notwendigkeit - zu einem Gewerbe. Taylor wurde 2161 zum Zivilverwalter gewählt und begann sofort, die Kolonie zur vollständigen Unabhängigkeit von der Erde zu drängen. In Reaktionen darauf und auf Geheiß von den Konzernen, die die Mission finanzierten, schickte die Erde eine Delegation nach Tau Ceti 3, um die von der Kolonie praktizierten Methoden zu Überprüfen. Was die Delegation vorfand, war weitverbreitete, aktive Zerstörung des auf dem Planeten beheimateten Ökosystems. Die Ökologische Kontrollbehörde stellte Richtlinien zur Erhaltung des Lebensraums aus und empfahl, dass zwölf Monate später eine zweite Mission entsendet werden sollte, um zu beurteilen, ob die Kolonie Verbesserungen durchgeführt hatte. Als diese im Jahr 2163 noch schlimmere Zustände antraf, wurden Handelssanktionen empfohlen und verhängt. Dies stärkte Taylors Position, der im Jahr 2165 eine Volksabstimmung vorschlug, um die Kolonie unabhängig zu machen. Dieswer Plan scheiterte nur knapp an den kolonialen Wahlurnen.


0170

Delta Pavonis

Unbeabsichtigte Ausrottung

Im Jahr 2132 wurden im System Delta Pavonis zarte, indigene Lebensformen in einem frühen Enwicklungsstadium gefunden und noch im selben Jahr durch einen bakterieologischen Unfall komplett ausgelöscht. Als weitere außerirdische Ökosysteme im den Systemen Beta Hydri und Altair entdeckt wurden und gleichzeitig das Projekt zur Terraformierung des Mars scheiterte, sah es ganz so aus, als ob die Menschheit den Kosmos in die Knie zwingen würde, wie sie es schon mit ihrem eigenen Planeten getan hatte.


0171

Sol

Neue Führung

Doch im 23.Jahrhundert kamen mit einer neuen politischen Führung auch neue Initiativen. Das Programm zur Umweltsanierung der Erde erziehlte bessere Erfolge bei der Regeneration verschmutzter und radioaktiv verseuchter Regionen der Erde.


0172

Altair

Neue Abkommen

Der Erfolg der Strategie brachte dem Planeten eine neue Zielstrebigkeit, die sich auch auf die interstellaren Kolonien ausweitete. Es wurden Abkommen mit Bata Hydri und Altair abgeschlossen. Im Austausch gegen mehr Autonomie erklärten sich die Systeme bereit, die natürlichen Lebensräume indigener Lebensformen in ihren Sternensystemen zu bewahren. Kurz darauf trat auch Delta Pavonis dem Abkommen bei und verpflichtete sich , im Fall der Entdeckung weiteren Lebens im System mit mehr Bedacht vorzugehen.


0173

Tau Ceti

Außerirdische Vergehen

Weitere Umweltsünden der Kolonisten in Tau Ceti wurden im Jahr 2228 aufgedeckt, als eine heimlich gefilmte Dokumentation auf die Erde gelangte. In der Dokumentation war zu sehen, wie die Kolonisten in Tau Ceti viele der Verordnungen und Richtlinien der Erde missachteten, insbesondere auf dem Gebiet der Erhaltung einheimischer Ökosysteme und bei der Ausbeutung natürlicher Rassourcen. Auf der Erde war man sich der Rückschläge auf dem Mars nur allzu bewusst, ebenso der aufrührerischen Rolle, die der mittlerweile weit über achtzig Jahre alte John Taylor einnahm. Es wurde ein militärisches Einsatzkommando entsendet, das den Befehl hatte, die koloniale Charta des Systems außer Kraft zu setzen.


0174

Tau Ceti

Föderaler Akkord

Anfang des Jahres 2240, nur wenige Stunden vor dem Eintreffen der Erdflotte in Tau Ceti, änderte die größte Kolonie ihren Namen in Taylor-Kolonie und stimmte für die Unabhängigkeit von der Erde. Da sie keine kampftauglichen Raumschiffe hatten, griffen die Kolonisten die Abwurfschiffe der Erdflotte an, wenn sich diese im Landeanflug befanden. Keine Seite konnte die Oberhand gewinnen und so kehrte man zu diplomatischen Mitteln zurück. Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden (wenn auch nicht ohne Bitterkeit auf beiden Seiten) und im Jahr 2242 wurde der Föderale Akkord verkündet. Dies war im Prinzip eine Erweiterung der Verfassung der Föderation. Diese änderte kurzzeitig ihren Namen in "Föderation der Sternensysteme", der neue Name blieb jedoch nicht hängen und die Bezeichnung "Föderation" kehrte zurück.
Der Föderale Akkord gewährte jedem System,das ihn unterzeichnete, eine mit Unabhängigkeitsrechten verbundene Mitgliedschaft, vorausgesetzt, dass gewisse Entwicklungsziele erfüllt wurden. Zu Beginn erfüllte keiner der Unterzeichner (einschließlich der Erde) die Ziele, denn das Abkommen von Tau Ceti zielte im Kern darauf ab, die politischen Täuschungsmanöver des vorhergegangenen Jahrhunderts auszumerzen.


0175

Sol

Nicht-Menschliches Relikt

Im Jahr 2280 wurde das erste nicht-menschliche Relikt im Weltall entdeckt. Das Objekt wurde bei Ausgrabungen auf dem Mars gefunden. Es war nicht größer als die Hand eines Kindes. Selbst heute, im Jahr 3300, ist es noch von Geheimnissen umgeben. Es wurden niemals Informationen über die Eigenschaften oder den Ursprung dieses Gegenstandes in Umlauf gebracht, abgesehen von der Tatsache, dass er nicht von Menschen stammte.


0176

Sol

Zweiter Terraformierungsversuch

Im Jahr 2291 wurde der zweite Versuch, den Mars zu terraformieren, endlich erfolgreich abgeschlossen. Die verwendeten Technologien waren (an späteren Standards gemessen) primitiv und das Projekt hatte beinahe hundert Jahre lang gedauert, doch endlich konnten Menschen die Oberfläche des Mars beschreiten, ohne einen Raumanzug oder Atemgeräte zu benötigen.


0177

Beta Hydri

Logistischer Albtraum

Im Herbst des Jahres 2323 reiste eine Flotte vo ihrem Sammelpunkt im System Beta Hydri in Richtung des Systems Achenar, eine Reise, die mehrere Wochen andauerte. Die Systeme zwischen Achenar und Beta Hydri waren zu dieser Zeit größtenteils unerforscht. Lediglich am Anfang der Reiseroute lagen einige junge Kolonien, die die Flotte bestenfalls mit ein wenig Treibstoff, aber nichts anderem, versorgen konnten. Dies verursachte erhebliche logistische Schwierigkeiten für Admiral Morgan, der sich gezwungen sah, das Tempo der Flotte an ihr langsamstes Schiff anzupassen, wobei viele Schiffe unterwegs umkehrten.
Die Flotte kam schließlich zu Beginn des Jahres 2324 im System Achenar an. Morgan hatte mit Widerstand gerechnet und in Anbetracht seiner Treibstoffreserven entschied er sich dafür, sich dem Feind in einer alles entscheidenden Schlacht am Rand des Systems zu stellen. Im Grunde hatte er kaum eine Wahl. Dank geschmuggelter Informationen kannten die Verteidiger die Ankunftsposition des Gegners und waren auf einen Kampf vorbereitet. Sie hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass der Feind ihre Jagdgeschaderformation gegen sie einsetzen würde.


0178

Sol

Umsiedelung

Die Achenar-Krise hatte weitreichende Konsequenzen für den Föderalen Rat. Die Führungsposition der Erde war nie zuvor in Zweifel gezogen worden, doch der Mutterplanet machte aufgrund von Klimaproblemen und radioaktiver Verstrahlung schwere Zeiten durch. Gleichzeitig erschien der Mars als zunehmend fruchtbarer Planet mit hoher Lebensqualität, sodass es zu einer allgemeinen Auswanderung der Reichen und Einflussreichen kam. Die Aussicht auf einen Krieg mit Achenar verlangte nach einer starken Führung. Schließlich zog der Föderale Kongress von Washington auf der erde ins Dorf Olympus auf den Mars um. Dies trug dazu bei, Spannungen mit anderen Foderationsmitgliedern beizulegen (denn es hatte einen Beratungszeitraum gegeben, während dessen auch andere System in Betracht gezogen worden waren).
Dennoch entschieden sich in den nächsten sechzig Jahren mehrere neue Kolonien bei Ankunft auf dem Planeten ihrer Wahl gegen die Verpflichtungen der kolonialen Charta und für die Herrschaft der Duvals. Der Imperator verfolgte eine geschickte politische Strategie. Die umfangreichen natürlichen Ressourcen, die von Achenar angeboten und exportiert wurden, wogen den Vorteil der damals fortschrittlicheren Technologie der Föderation auf. Und der Wille der Duvals, außerirdische Ökologien den bedürfnissen der Kolonien unterzuordnen, machten sie zu einem beliebten Sponsor Not leidender Siedlungen.


0179

Sirius

Gründung des Sirius-Konzerns

Im Jahr 2200 hatten Großkonzerne feste Kontrolle über viele Lebensbereiche erlangt. Dies änderte sich während der Kolonisierung nicht, auch wenn das erste vollständig von einem Konzern kontrollierte System erst mit einiger Verspätung besiedelt wurde. Die Kolonisierung des Sirius-Systems durch einen Großkonzern und der schnelle Aufstieg des Systems zum wichtigsten Treibstofflieferanten sowohl der Föderation als auch des Imperiums zog so einige zwielichtige Geschäfte zwischen dem Konzern und den beiden Mächten nach sich. Während dieses Zeitraums kam es zu Interessenkonflikten von Agbeordneten, die sich für die Belange des Konzerns einsetzten. Doch abgeordnete des Sirius-Konzerns waren letztlich auch dafür verantwortlich, dass Verhandlungen zwischen den beiden Mächten aufgenommen wurden.


0180

Sol

Kongressreform

Im Lauf der nächsten zwei Jahrhunderte wuchsen weitere föderale Kolonien zu Kongressmitgliedern und schließlich föderalen Staaten heran. Doch mit jeder Ratifizierung einer neuen kolonialen Charta und der Zustimmung zur Mitgliedschaft wurden die Regierungsorgane der Föderation schwerfälliger. Die Entscheidungsfindung wurde immer mehr zu einem arbeitsintensiven und zeitraubenden Prozess, der zunehmend vom Eifluss des Präsidenten abhing. 2594 verabschiedete der Kongress schließlich eine äußerst kontroverse Reform, durch die die Anzahl der Abgeordneten mit dem nächsten Wahlgang drastisch reduziert wurde.
Paralell dazu wurde auf vier Jahre beschränkte Amtszeit des Präsidenten auf acht Jahre verlängert, mit einem Misstrauensvotum seitens der Bürger nach vier Jahren. Damit reagierte man auf das Problem, dass die Präsidenten immer öfter zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten ableisteten (zwei Amtszeiten waren das historische Limit, das auf die Zeit vor der Föderation zurückging) und kaum ein ernst zu nehmender Kandidat bereit war, gegen einen Präsidenten in der immer häufiger so bezeichneten "zwischenwahl" anzutreten.


0181

Sol

Die Geburtsrechtskriege

Zwischen 2621 und 2735 durchlebten die Mitgliedssystem der Föderation eine Phase gesellschaftlichen Wandels. Die ursprünglichen kolonialen Chartas vieler Siedlungen gewährten den Nachkommen der ersten Siedlungen vererbbare Ländereien und Ämter. Viele dieser Geburtsrechte bezogen sich auf weiläufige Landstriche und schlossen reiche Rohstoffvorkommen ein. Die alten Chartas stellten insbesondere für Konzerne, die Zugriff auf diese Ressourcen haben wollten, ein Hindernis dar und nach und nach stieg der Druck auf den Präsidenten, etwas gegen diese "erdrückenden Anachronismen" zu unternehmen.
Eine Reihe von Konflikten, die sogenannten Geburtsrechtskriege, entbrannte infolge der "Zwangsenteignung" bzw. "Umverteilung" (je nach Standpunkt) von Erbrechten der kolonialen Pioniere an Konzerne, die über die nötige Technologie verfügten, um diese Regionen wirtschaftlich zu erschließen. Zeitgenossen machten in der Regel die Gier der Konzerne für die Konflikte verantwortlich, doch es ist zu bemerken, dass die Föderale Flotte aufseiten der Konzerne stand.


0182

Ayethi

Argents Abschied

Einer der größten Machtkämpfe fand im System Ayethi zwischen dem föderalen Militär und der Familie Argent statt. Er führte dazu, dass Walter Argent mit seiner Familie und so viel von dem Familienvermögen, wie nur irgend möglich, ins System Alioth übersiedelte. Die Geburtsrechtskriege werden oft als einer der Gründe zitiert, aus dem ehemalige Mitgliedssysteme die Föderation - und, viel später, die Allianz unabhängiger Systeme - verließen...


0183

Anlave

Der Finale Akt der Geburtsrechtskriege

Der Wettlauf um Innovationen im kommerziellen Raumschiffbau, zusammen mit in den Geburtsrechtskriegen erworbenen Geldmitteln, erlaubte es der Foderation, ihr Militär zu erneuern und zu zentralisieren. In der Vergangenheit mussten stets Ressourcen aus den einzelnen Mitgliedssystemen zusammengetragen werden, um eine Flotte zu mobilisieren. Nun wurden durch großzügige Verträge verschiedene Konzerne mit dem Bau und der Wartung zentralisierter Flotten beauftragt. Die erste davon wurde 2702 in Anlave in Dienst genommen und ausgebildet, wodurch das bankrotte landwirtschaftliche System einen dringend benötigten, neuen Daseinszweck erhielt. Die neuen Flotten konnten viel effektiver gegen die Feinde der Föderation eingesetzt werden.
Anlave war der Schauplatz des finalen Aktes der Geburtsrechtskriege. Die Nachkommen von ursprünglichen Kolonisten, die ins Exil gegangen waren, fielen 2708 im System ein und bombardierten die Marineakademie auf Anderton, die dabei völlig zerstört wurde. Eine Freibeuter-Kriegsflotte versuchte das System zu übernehmen, wurde jedoch von Admiral Ghenkis B'nami, einem energischen und gerissenen Strategen, zurückgeschlagen. Damals wurde angenommen, dass das Imperium den Coup finanziert hatte, doch eine Verbindung wurde nie nachgewiesen und hetzutage wird diese Annahme als Panikmache abgetan.


0184

Lave

Erster Thargoidenkontakt

Der erste dokumentierte Kontakt zwischen menschlichen und Thargoid-Schiffen fand im Jahr 2849 in den Sektoren der Galactic Cooperative statt, auch wenn es vermutlich schon früher zu Begegnungen gekommen war, die jedoch ohne menschliche Überlebende oder Zeugen blieben. Es gab eine Holo-Aufnahme eines Teils der Begegnung, in der das außerirdische Schiff kurz das Blickfeld der Kamera durchquerte, bevor sich das Schiff der Menschen durch einen Sprung in den Hyperraum rettete. Mithilfe vielfacher Vergrößerungen ließ sich in dem verschwommenen Bild scheinbar das Wort "THARG" entziffern - obwohl sich die Geister daran schieden, ob es sich tatsächlich um ein Logo handelte oder nur um einen Schatten oder Kratzer auf der Schiffshülle. Dennoch blieb der Begriff mangels eines anderen Namens hängen und wurde von den meisten Kommentatoren zu "Thargoid" verlängert.
Über viele Jahre hinweg kam es immer wieder zu Begegnungen. Bei einigen davon handelte es sich nur um das spurlose Verschwinden von Schiffen in den unendlichen Tiefen des Weltalls, wofür möglicherweise keine Außerirdischen verantwortlich waren, sondern die unzuverlässigen Hyperantriebe der damaligen Zeit, die für Fehlkalkulationen bei Hyperraumsprüngen anfällig waren.


0185

Ackwada

Die Gellan-Regierung

Im Jahr 2862 gewann Isaac Gellan die Präsidentschaftswahlen. Seine Regierungszeit markierte eine Wende in der interstellaren Politik der Föderation. Innerhalb weniger Monate wurden Agenten der Regierung Gellan ins System Achwada geschickt, um beachtliche, inoffizielle (und illegale) Kredite zurückzuzahlen, die Gellan während seiner Wahlkampagne aufgenommen hatte. Der Hauptschuldner war derRockforth-Konzern, der einen ausgehandelten Kompromiss ablehnte und statdessen auf der während des Wahlkampfes getroffenen Vereinbahrung bestand. Im Jahr 2864 schienen sich Gellan und seine Berater von den Verhandlungen zurückzuziehen. Anstatt der Vereinbahrung zuzustimmen, wurde unter einem Vorwand die föderale Flotte zur Invasion des Systems mobilisieret.


0186

Sol

Gellan Skandal

Im Jahr 2866 verlor Gellan das Misstrauensvotum in der Mitte seiner Amtszeit. Kurz darauf kam das wahre Ausmaß seiner Korruption und seiner verbindung zu Konzernen ans Licht. Mit ihm kamen auch eine Anzahl von Kongressabgeordneten zu Fall und eine schäbige Subkultur aus Firmenevents und Machtmissbrauch in gewaltigem Ausmaß wurde enthüllt. Keiner der Involvierten Konzerne wurde strafrechtlich verfolgt. Dennoch herrschte für eine Zeit lang erhöhtes Misstrauen gegenüber Konzernen und die meisten von ihnen zogen sich klugerweise für einige Jahre aus der föderalen Politik zurück.


0187

Zelada

Im Weltraum verlorene Schiffe

Im Jahr 2867 gab das Verschwinden mehrerer Handelsschiffe nahe Zelada den Anlass für eine Reaktion der föderalen Flotte unter dem neuen Präsidenten Olaf Smith. Das Einsatzkommando hatte bald mehr zu tun, als noch im selben Jahr in Ququve und Aymiay weitere Schiffe verschwanden, insgesamt dreizehn Schiffe in drei Monaten. In Reaktion darauf verstärkte die Föderation ihre Streitkräfte auf Laedla und wandelte das System in eine Militärbasis um, um dieser außerirdischen Bedrohung zu begegnen. Es wurde nie geklärt, ob die Thargoiden für das Verschwinden der Schiffe verantwortlich waren und der Einsatz des föderalen Einsatzkommandos in dem Sektor während dieser Zeit wurde nicht besonders gründlich dokumentiert. Dennoch machte Smith viel Aufhebens davon, Stärke gezeigt und "die außerirdische Bedrohung abgewehrt" zu haben. Seine Popularität wuchs, die Flotte wurde weiter ausgebaut und die Angelegenheit zog einen Schlussstrich unter die Affäre Gellan und den Makel, mit dem das Amt des Präsidenten seither belastet gewesen war.


0188

Zelada

Der schwarze Prinz

Viele Jahre später bekannte sich der Pirat, der sich selbst der "Schwarze Prinz" nannte, in seiner berüchtigten Filmbiografie zu diesen Angriffen. Er behauptete, eine äußerst mobile, kleine Flotte aus mattschwarzen Anacondas eingesetzt zu haben, von denen jede ein kleines, wendiges Einmannkampfschiff trug. Die Angriffe hätten nicht wegen der föderalen Flotte aufgehört, sondern weil der Schwarze Prinz und seine Piratenkumpanen sich mit ihrem erbeuteteten Reichtum in den äußeren Systemen zur Ruhe gesetzt hätten. Viele zweifeln an seiner Geschichte, da die meisten Fakten unstimmig sind - doch manche glauben, sein Bericht sei eine im Wesentlichen wahre, wenn auch übertriebene Darstellung der Ereignisse.


0189

Ackwada

Gellans Schande

Im Jahr 2871 waren die verschiedenen Untersuchungen gegen Gellan beendet und er wurde aus der Haft in einem föderalen Gefängniss entlassen. Gellan - noch immer ein wohlhabender Mann - versuchte seine Auseinandersetzung mit dem Rockforth-Konzern zu Ende zu bringen, wozu er diesmal eine Söldnerflotte benutzte. Doch Lanner stand noch im Dienst des Konzerns und seine Streitkräfte waren modern und gut ausgerüstet. Mit Anaconda-Frachtschiffen und Schiffen vom Typ Cobra Mark I gelang es Lanner, Gellans Kampftruppe durch geschicktes Manövrieren zu überlisten und erneut zum Rückzug zu zwingen. Diese zweite, demütigende Niederlage kam Gellan teuer zu stehen.


0190

Phekda

Friedenssicherung Fehlgeschlagen

Im Jahr 2876 war das System Phekda nach einiger Zeit der wirtschaftlichen Instabilität und des Bürgerkriegs zwischen kolonialen Konzernen im Chaos versunken. Die Föderation unter Präsident Jeremy Tann startete eine Offensive, um die Kontrolle über das System zu übernehmen. Dem System wurde für zwanzig Jahre eine Militärregierung auferlegt und es gab Versuche, es unter einer neuen Kolonialen Charta wieder in die Föderation einzugliedern. Doch nachdem Tann am Ende seiner Amtszeit abgewählt wurde und Rebellenaufstände ihren Preis zu fordern begannen, wurden diese Bemühungen gegen Ende des Jahres 2897 komplett eingestellt.


0191

Ross 128

Maurice Grants Tod

Im Jahr 2905 folgte die Föderation einem Aufruf, im System Ross 128 die Ordnung wiederherzustellen. Maurice Grant, der sich selbst zum Anführer der Kolonie dort ernannt hatte, war im Jahr 2903 ermordet worden. Ein föderales Einsatzkommando übernahm die Kontrolle über die Kolonie und den rest des Systems und zwang seinen Einwohnern eine neue Coloniale Charta auf, die das System zu einer Sträflingskolonie umfunktionierte.


0192

Ackwada

Wahl von Grant Keller

Nach der Wahl von Grant Keller im Jahr 2976 kam es zu einem Wandel in der föderalen Politik. Unter Kellers Regierung stiegen die Investitionen der Konzerne und die Rolle, die sie in allen Bereichen der föderalen Gesellschaft spielten, dramatisch an. Dies war der Notwendigkeit geschuldet, die finanziellen Reserven der Regierung wieder aufzustocken, nachdem sie durch Millitärausgaben im vorherigen Jahrhundert völlig erschöpft worden waren.
Kellers Amtszeit endete 2984 und die föderale Politik kehrte wieder zu den vertrauten Methoden zurück. Ein von der Föderation unterstützter Coup im System Ackwada wurde 2986 von der Fünften Imperialen Flotte brutal unterdrückt.


0193

Sol

Wahl von Tyrell Briggs

Nachdem Tyrell Biggs vom Mars im Jahr 3008 ins Präsidentenamt gewählt wurde, änderte sich die Herangehensweise erneut. Biggs hatte lange Zeit als Abgeordneter für den Mars im Kongress gesessen und machte während seiner ganzen Amtszeit ausgiebeig Gebrauch von seinen diplomatischen Verbindungen. Während des Wahlkampfes hatte er viel für den Einsatz von Diplomatie anstelle von Militärgewalt geworben.
Als 3008 die Kämpfe in Alioth abflauten, brachten föderale Diplomaten heimlich am imperialen Hof den Vorschlag, dass Achenar und seine Tochtersysteme der Föderation als vollwertige Mitglieder beitreten sollten.
Frühere Vorschläge dieser Art waren vom Imperium stets mit Spott gestraft worden. Der Vorschlag beinhaltete Klauseln und Zusätze, die es den immperialen Systemen erlaubt hätten, sich für die Mitgliedschaft zu qualifizieren, trotz der vielen Unterschiede zwischen föderalen und imperialen Gesetzen. Doch nachdem föderale Spione anderen Imperialen Systemen die Dokumente zuspielten, kam es in vielen Systemen zu Unruhen, was möglicherweise von Anfang an Bigg's Absicht gewesen war. Diese kühlte die Beziehungen zwischen Föderation und Imperium für das nächste Jahrzehnt ab und verursachte Misstrauen auf beiden Seiten.


0194

Cemiess

'Proxmire'

Im Jahr 3022 wurde Raul Santorini Gouverneur von Tau Ceti und übte mithilfe seiner Konzernverbindungen auch Kontrolle über den Kongressabgeordneten des Systems aus. Santorini, der aufgrund einer obskuren historischen Anspielung den Spitznamen "Proximire" trug, war einer der wenigen föderalen Politiker, die auf interstellarer Ebene eine bedeutsame Stellung einnahmen. Er gewann zu Beginn seiner Amtszeit als Gouverneur enorme Popularität, als er im Kongress eine ansehnliche Steuerermäßigung für sein System durchsetzte. Doch er trat auch für massive Kürzungen des Budgets der föderalen Flotte und sämtlicher Regierungsausgaben ein. Er blieb erstaunliche 76 Jahre als Governeur im Amt, bevor er im Jahr 3098 ermordet wurde.


0195

Cemiess

Gellan Skandal

Im Jahr 3098 wurde guverneur Santorini von Tau Ceti ermordet. Die föderale Presse beschuldigte das Imperium und zitierte dabei mehrere Passagen aus "Proximire" Santorinis Reden, die ihn auf die Abschussliste des Imperiums gebracht haben sollen. Ausnahmsweise entschied sich der Imperator dafür, die Anschuldigungen persönlich zu dementieren. Doch drei Jahre später gründeten imperiale Kolonisten unter dem Schutz imperialer Kriegsschiffe eine Siedlung auf Emerald im System Cemiess. In Reaktion darauf entsandte die Föderation Admiral O'Brien mit einem Einsatzkommando, das ebenfalls eine militärische Präsenz auf dem Planeten einrichtete. In den nächsten dreißig Jahren versuchten beide Seiten, durch Unterstützung lokaler Gruppen (und gelegentlich direkte Konfrontationen der Flotten) die Kontrolle über den Planeten und das System zu erringen. Letzten Endes waren die imperialen Verteidiger erfolgreich und das Imperium stationierte die XV. Flotte im System. O'Briens Bemühungen wurden durch die fiktionalisierte Holo-Video-Serie "O'Briens Krieg" populär gemacht.


0196

Arexack

Die Ankunft des Kum Byar

Im Jahr 3126 wandten die föderalen Medien ihre Aufmerksamkeit dem System Arexack zu. Zack Blackbeam, ein Interstellarer Prominenter und Playboy, inszenierte in dem System eine Holo-Projektor-Lichtschow, die er "Die Ankunft des Kum Byar" nannte. Abermillionen föderaler Bürger sahen zu , wie die naiven Mönche der einsiedlerischen Kolonie von dem Spektakel getäuscht und zu dem Glauben verleitet wurden, ihnen werde der "Aufstieg auf die höchste Ebene des Paradieses" aufgrund der "schlechten Rasur" ihres Anführers, seiner Herrlichkeit des Hochheiligsten Ssord Rettu III., verwehrt. Die komisch anmutende Farce wurde schnell zu bitterem Ernst, als Rettus Jünger ihn live im interstellaren Fernsehen ermordeten und das System in einem blutigen, religiös motivierten Bürgerkrieg versank.


0197

Kappa Fornacis

Onionheadverbot

Gegen Ende des Jahres 3300 ließ Präsidentin Jasmina Halsey das seltene Rauschmittel "Onionhead" im gesamten föderalen Gebiet als illegale Substanz einstufen. Onionhead ist die Frucht einer außerirdischen Pflanze, die ausschließlich auf dem Planeten Panem im System Kappa Fornacis angebaut wurde. Georgio Algeria, Vorsitzender der Agrargewerkschaft von Kappa Fornacis, warf der Präsidentin Schikane vor. Die Spannungen zwischen den Onionheadbauern und der Föderation verschärften sich und mündeten schließlich in der Bombadierung Panems durch die föderale Flotte. Diese Maßnahme blieb jedoch ohne Wirkung, da kurz darauf eine neue Zuchtvariante der Onionheadpflanze auf den Märkten entdeckt wurde, die auf Luca im System Tanmark angebaut worden war.


0198

BD-02 4304

Cerberus-Plage

Im Juni 3301 brach auf Newton Dock im System BD-02 4304 eine mysteriöse Krankheit aus. Die Krankheit, die als Cerberus-Plage bekannt wurde, breitete sich schon bald auf die benachbarten Systeme Bast, Una, Santjalan, Bastes, Maheou Ti und Ochoeng aus. Im Juli wurde im Kampf gegen die Krankheit ein Durchbruch erzielt, als ein Heilmittel gefunden wurde. Funktionäre der Hart Station gaben ein Denkmal in Auftrag, um der mehr als 100.000 Menschen zu gedenken, die durch die Plage ihr Leben verloren hatten.


0199

Nganji

Professor Palin

Gegen Ende des Jahres 3301 rief Professor Ishmael Palin auf Christian Dock im System Nganji ein unabhängiges Forschungsprojekt ins Leben, das ungewöhnliche außerirdische Objekte untersuchen sollte, die früher im selben Jahr gefunden worden waren. Im Dezember ersuchte er um Unterstützung beim Bau einer neuen Forschungseinrichtung auf Maia B1BA, damit diese Artefakte gefahrlos untersucht werden konnten. Seine Bitte fand bei der galaktischen Gesellschaft Anklang und schon bald konnte Palins Team in seiner neuen Operationsbasis mit der Arbeit beginnen. Im Januar 3302 verkündete er einen Durchbruch bei seiner Erforschung der Meta-Legierungen. Er bestätigte, dass die technischen Schwierigkeiten des Obsidian Orbital direkt von Interferenzen durch die Artefakte verursacht wurden. Sie verfügten auch über die Fähigkeit, sich selbst mithilfe von Teilen anderer Schiffe und Maschinen zu reparieren.


0200

Maia

Am 28. Oktober 3301 begannen im System Kaushpoos im Plejaden-Nebel die Arbeiten an dem neuen Ocellus-Sternenhafen. Noch am selben Tag begannen Piraten, nach Kaushpoos zu strömen, um Händler und Bauunternehmer auf der Reise in das und aus dem System zu überfallen. Ein Hilferuf wurde entsendet und die Piraten wurden unverzüglich vertrieben. Später wurde der Sternenhafen durch eine öffentliche Abstimmung auf den Namen Obsidian Orbital getauft. Am 19. Dezember wurde bekannt, dass die neue Station von technischen Schwierigkeiten betroffen war, die die Galaxie plagten. Doch das Personal war entschlossen, den Betrieb aufrechtzuhalten.